Ausgangslage
Der Auftraggeber erhielt vom Generalunternehmer einen revidierten Terminplan für die verbleibende Abwicklungsphase und beauftragte eine Prüfung auf Richtigkeit und Vollständigkeit.
Vorgehen
FELcilitate schlug einen Schedule Health Check mit 14 Prüfkriterien vor, im Wesentlichen auf der DCMA-14-Point-Methodik aufbauend.
Zusätzlich wurden die Vorgänge auf Verzug gegenüber dem Stichtag geprüft und die Meilensteine mit den vertraglich vereinbarten Terminen verglichen. Die Work Breakdown Structure (WBS) des Terminplans wurde auf Basis von R&I-Fließbildern, Equipment-Liste und Aufstellungsplan mit dem vertraglich vereinbarten Scope abgeglichen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der logischen Verknüpfung der Bauaktivitäten mit den Commissioning-Aktivitäten.
Die Analyse basierte auf der nativen Datei des Terminplans und wurde mit dem Analysewerkzeug von FELcilitate durchgeführt.
Ergebnis
Die Analyse zeigte grundlegende Mängel. Im Kern bestand der Terminplan die Prüfkriterien zu Netzwerk, kritischem Pfad und Constraints nicht, und der Health Check bestätigte, dass die Fertigstellungsmeilensteine nicht mit den vertraglich vereinbarten Meilensteinen übereinstimmten.
Die entscheidende Feststellung ging weiter: Die kritischen Meilensteine waren nicht das Ergebnis der Netzplanberechnung, sondern als Festtermine fest im Terminplan hinterlegt. Ein so aufgebauter Terminplan kann die Wirkung eines Verzugs auf den Fertigstellungstermin nicht abbilden und war damit zur Steuerung des Projekts nicht geeignet.
Der Auftraggeber nutzte den Bericht von FELcilitate, um die Diskussion über die Terminplanqualität mit dem Generalunternehmer neu zu eröffnen. In den folgenden Wochen entwickelte der Generalunternehmer einen neuen Terminplan. Die Planungsqualität stieg deutlich, und das Projekt ließ sich bis zur erfolgreichen Abwicklung der Baustelle sauber steuern.




